
Die Umstellung zur Winterzeit ist für Sie eine Herausforderung?
Damit sind Sie nicht allein.
Forschungen sprechen bei beiden Zeitumstellungen, sowohl auf die Sommer- als auch auf die Winterzeit, von Auswirkungen, die einem Jetlag entsprechen. Die inneren Rhythmen müssen sich neu anpassen, Irritationen in Stimmung und Schlafverhalten sind die Folge.
Abrupt wird es gefühlt „abends früher dunkel“, was natürlich so nicht stimmt. Die Änderungen betreffen im Grunde nur die sozialen Rhythmen. Die meisten von uns können jedoch, zumindest an den Werktagen, ihren eigenen Rhythmus nicht selbst bestimmen. Und es ist schon deprimierend, nach der Arbeit in die Dunkelheit hinauszugehen.
Wenn man es ganz genau nimmt, handelt es sich bei der Winterzeit eigentlich um die „Normalzeit“, wie sie schon viele Jahrhunderte gemessen wird: Der Mittag wird mit der Zeit des höchsten Sonnenstandes, um 12 Uhr, gleichgesetzt (ich vereinfache etwas, da es je nach Lage etwas früher oder später sein kann).
Zur plötzlichen Zeitumstellung kommt auch noch hinzu, dass nun endgültig die Tage dunkler und kälter werden. Draußen Zeit zu verbringen, wird anstrengender und für viele immer weniger attraktiv.
Neben dem allgemeinen Lichtmangel und den dunklen Abenden wird mehr Zeit in Innenräumen verbracht. Das führt zu Tageslichtmangel, der wiederum den Hormonhaushalt durcheinander bringt und die biologischen Rhythmen sowie das Schlafverhalten beeinträchtigt.
Im Extremfall kann das zu einer saisonalen Depression mit Niedergeschlagenheit, abnormer Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und anderen, individuell unterschiedlichen Symptomen führen. Zögern Sie in diesem Fall nicht, ärztliche oder psychologische Hilfe zu suchen!
Was können Sie für sich tun, wenn der Herbst in den Winter übergeht?
- Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich im Tageslicht, am besten in Bewegung, denn das hebt die Stimmung. Wenn es früh vor der Arbeit noch dunkel ist, aber auf dem Weg nach Hause ebenfalls schon, kann man wenigstens in der Mittagspause eine Runde um den Block machen. Am Wochenende dann haben Sie die Möglichkeit, um die Mittagszeit herum, warm eingepackt, einen ausgedehnten, entspannenden Spaziergang zu genießen. Danach ist es zu Hause besonders kuschelig. Ein leckerer Tee, eine brennende Kerze und ein gutes Buch – zelebrieren Sie die dunkle Jahreszeit.
- Sogenannte Tageslichtlampen, die Sie tagsüber benutzen, können zusätzlich helfen, den biologischen Rhythmus aufrechtzuerhalten. Holen Sie sich die Natur ins Haus und ins Büro, Zimmerpflanzen hellen die Stimmung auf. Lüften Sie ausreichend, damit Krankheitserreger keine Chance haben.
- Sprechen Sie eventuell mit Ihrer Ärzt*in ab, ob ein Vitamin-D-Supplement für Sie sinnvoll wäre.
- Im Winterhalbjahr ist das Schlaf- und Ruhebedürfnis höher. Achten Sie auf ausreichend langen, regelmäßigen Schlaf und planen Sie genug Pausen in Ihren Alltag ein.
- Verlieren Sie nicht Ihren Kontakt zur Natur. Der Winter bietet zauberhafte Erlebnisse. Auch wenn der Blick nach draußen abschreckend wirkt, ist es mit der richtigen Kleidung im Freien entspannend. Einfach mal tief durchatmen! In der Natur ist immer etwas Lebendiges unterwegs, ob kleine Vögel durch die Zweige huschen oder Sie die Spuren von Rehen im Schnee entdecken.
Natürlich biete ich auch im Winterhalbjahr mein Coaching im Naturraum an. Falls Sie sich einen längeren Aufenthalt im Freien gesundheitlich nicht zutrauen, finde ich passende Orte für Sie, an denen Pausen in einem warmen Raum möglich sind. Ich freue mich auf Sie!
